Kurzantwort: Ein Schwammfilter saugt Wasser über eine große Schwammfläche an und wird häufig mit einer Luftpumpe betrieben. Die breite Ansaugfläche kann für Jungtiere geeigneter sein als eine offene Ansaugöffnung. Ob er gebraucht wird, hängt trotzdem von Becken, Besatz und Wasserpflege ab.
Mechanische und biologische Funktion
Der Schwamm hält einen Teil der Schwebstoffe zurück und bietet Oberfläche für Mikroorganismen. Die biologische Filterleistung entwickelt sich erst mit der Zeit. Ein frisch eingesetzter Schwamm ist nicht sofort ein vollständig eingefahrener Filter. Filterung kann eine übermäßige Fütterung nicht ausgleichen.
Nauplien und ausgewachsene Tiere unterscheiden
Für winzige Schlupfansätze kann selbst eine sanfte Strömung unnötig sein. Wenn du einen Schwammfilter einsetzt, prüfe, ob Nauplien an der Oberfläche hängen bleiben oder aus dem Futterbereich gedrängt werden. Bei größeren Tieren ist die Gefahr geringer, doch Ansaugung und Strömung müssen weiterhin beobachtet werden.
Luftstrom moderat einstellen
Nutze ein Rückschlagventil und sichere Schläuche, wenn die Pumpe unterhalb des Wasserspiegels steht. Stelle die Luftmenge so ein, dass eine leichte Wasserbewegung entsteht, ohne das ganze Becken aufzuwirbeln. Geräusche und Blasen sind kein Maß für ausreichende biologische Filterleistung.
Reinigung und Wasserpflege
Spüle den Schwamm bei Bedarf vorsichtig in entnommenem Aquarienwasser aus, statt ihn mit Reinigungsmitteln zu behandeln. Häufige Komplettreinigung kann nützliche Mikroorganismen entfernen. Beobachte Tiere und Wasser, entferne Futterreste und wechsle bei Bedarf kontrolliert Wasser. Ergänzend: Filterübersicht, Wasserwechsel und Aquarium planen.